Kundgebung  für 3 Wochen bezahlten Zusatzurlaub, um die 3. Welle zu brechen

Pressemitteilung

von der Stuttgarter Basisgruppe #ZeroCovid

  1. April 2021

Ca. 100 Interessierte nahmen heute an der Kundgebung für ZeroCovid auf dem Marienplatz in Stuttgart teil, und forderten 3 Wochen bezahlten Zusatzurlaub, um die 3. Welle zu brechen. Beim Kundgebungsauftakt wird die Situation so beschrieben:

“Die dritte Welle rollt, die Intensivstationen nähern sich vielerorts wieder der Überlastungsgrenze. Die bisherige Pandemiepolitik ist gescheitert. Sie hat das Privatleben dauerhaft eingeschränkt, dennoch Millionen Infektionen und zehntausende Tote gebracht und gefährliche Mutationen auftreten lassen. Der „halbierte Lockdown“, der das Privatleben größtenteils verbietet und gleichzeitig das Wirtschaftsleben so weit wie möglich schont, ist in einer Sackgasse.

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Die dritte Welle brechen:
3 Wochen bezahlter Zusatzurlaub!

Kundgebung am 10. April um 15 Uhr am Marienplatz Stuttgart

Der dritte Lockdown kommt, aber was bleibt, ist unsere “Freiheit”, von Montag bis Freitag zur Arbeit gehen zu “dürfen” und sich dort und auf dem Arbeitsweg einer großen Infektionsgefahr auszusetzen. Während zu Hause, auf öffentlichen Plätzen, in Parks und im Nahverkehr strenge Regeln gelten, entscheiden über die Regeln im Betrieb die Unternehmen selbst. Als Gewerkschafter:innen überrascht es uns deshalb überhaupt nicht, dass Produktionsbetriebe zu Hotspots geworden sind, die die dritte Welle anheizen.

Die bisherige Pandemiepolitik spart einen entscheidenden Infektionsschauplatz von vornherein weitgehend aus. Die Pandemie kann so nicht unter Kontrolle gebracht werden. Stattdessen wird uns die Verantwortung, uns selbst und unsere gefährdeten Angehörigen vor Ansteckung zu schützen, als rein individuelle Aufgabe übertragen. Nur das Leben der Menschen wird drastisch eingeschränkt, während die Arbeit ungehindert weiterläuft.

➔ 3 Wochen bezahlter Zusatzurlaub ab jetzt, um die dritte Welle zu brechen!
➔ Kontrolle des Infektionsschutzes in den Betrieben durch Gewerkschaft und Kommitees der Beschäftigten!

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Ostermarsch

Ab!rüsten für den Frieden, für das Klima, für die Menschen!

Stuttgart, Karsamstag, 3.April 2021, 100 Sek. vor 12:00 Uhr (Stand Weltuntergangsuhr)

vor dem Hbf: Auftaktkundgebung

12:30 Uhr Ostermarsch durch Stuttgart

13:30 Uhr Schlossplatz Ostermarschkundgebung u. a. mit

  • Martin Gross (Landesbezirksleiter ver.di Ba-Wü),
  • Tobias Pflüger (MdB, Mitbegründer der Informationsstelle Militarisierung)
  • Wiltrud Rösch-Metzler, (Vors. PAX Christi)

Das letzte Jahr hat gezeigt, wie verletzlich unsere Erde und das Leben der Menschen ist. Der Klimawandel, zu dem das Militär als einer der größten Umweltzerstörer erheblich beiträgt, verursachte zahlreiche Naturkatastrophen.
Eine lange als drohende Möglichkeit vorhergesagte Pandemie stieß vielerorts auf ein unvorbereitet ausgestattetes und auf Gewinnoptimierung zusammengespartes Gesundheitswesen und forderte und fordert weiter zahlreiche Opfer. In weiten Teilen der Welt ist die Ernährungssituation prekär. Hunger, Armut und Krieg zwingen Millionen zur Flucht.
Angesichts dieser Herausforderungen wirken die parallel dazu bewusst und planvoll betriebene militärische Hochrüstung und die vielen unvermindert opferreich und grausam geführten Kriege als Brandbeschleuniger.

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Krisenbündnis beteiligt sich am Warnstreik der IG Metall

Rund 6.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich am 25. März an der “Menschenkette der Solidarität” zwischen Feuerbach und Zuffenhausen – Corona-konform mit Masken und Abstand. Dies war ein Höhepunkt der Warnstreikaktionen der IG Metall in Stuttgart.  Auf circa drei Kilometern setzten die Metaller*innen in der Werner- und Schwieberdinger Str. so ein starkes Zeichen für ihre Forderungen in der aktuellen Tarifauseinandersetzung. Aufgerufen waren unter anderem die Beschäftigten der Porsche-, Bosch- und Mahle-Betriebe sowie die Beschäftigten von Coperion und Koenig&Bauer MetalPrint, die auch alle (bis auf Porsche) von Arbeitsplatzvernichtung betroffen sind.

Das Krisenbündnis hat diesen Warnstreik unterstützt und die klare Botschaft auf einem Transparent an der gesamten Menschenkette vorbeigetragen: “…nicht auf unserem Rücken! Wir zahlen nicht für Ihre Krise!” Außerdem hat das Krisenbündnis Flyer verteilt.

 

Zero-Covid-Demo in Stuttgart:
Teilnehmer treten für konsequenteren Lockdown ein

Bericht aus der Stuttgarter Zeitung vom 10. März 2021
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zero-covid-demo-in-stuttgart-teilnehmer-treten-fuer-konsequenteren-lockdown-ein.a4500b8a-b7f6-4ee8-8167-ad7da96b32f7.html

Die Stuttgarter Basisgruppe der Initiative Zero Covid hat am Mittwoch zu einer Kundgebung aufgerufen. Die Aktivisten traten auf dem Schlossplatz für einen konsequenteren Lockdown ein.

Stuttgart – „Nicht auf unserem Rücken. Wir zahlen nicht für die Krise“, steht auf einem Banner, das Teilnehmer der Kundgebung ausgerollt haben, zu der die Stuttgarter Basisgruppe der Initiative Zero Covid für Mittwochnachmittag aufgerufen hat. Rund 40 Aktive und Interessierte haben sich auf dem Schlossplatz versammelt.

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Knapp 2.000 Menschen bei Demo zum Internationalen Frauentag

An einer Demonstration zum Internationalen Frauentag in Stuttgart haben sich am 8. März knapp 2.000 Menschen beteiligt. Sie folgten einem Aufruf des Aktionsbündnis 8. März unter dem Motto „Die Krise heißt Kapitalismus und Patriarchat. Deshalb feministisch kämpfen“, zu der auch der DGB Stadtverband Stuttgart und der DGB-Frauenausschuss Stuttgart anläßlich des 110. Geburtstages des Internationalen Frauentags aufgerufen hatte. Es war die größte Demonstration am Internationalen Frauentag seit vielen Jahrzehnten.

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8.März: Die Krise heißt Kapitalismus und Patriarchat.
Deshalb feministisch kämpfen!

Demonstration am internationalen Frauen*kampftag:
8. März 2021 | 17 Uhr | Rotebühlplatz

Wir Frauen* fangen diese Krise auf und halten die Gesellschaft am Laufen. Unsere Arbeit ist „systemrelevant“ – egal ob in typischen „Frauen*berufen“ oder zuhause.

Doch wir bekommen nichts dafür: Geringere Löhne, wenig Gesundheitsschutz, kaum Anerkennung. Immer noch hängt 80 Prozent der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit an uns. Im Lockdown müssen wir Homeschooling, Haushalt, Kindererziehung, Pflege von Familienangehörigen und Homeoffice managen. Zusätzlich sind viele von uns auch noch patriarchaler Gewalt ausgesetzt. Häusliche Gewalt nimmt durch die Corona-Maßnahmen zu, weil wir weniger Möglichkeiten haben unser Zuhause zu verlassen und uns an Vertrauenspersonen oder Beratungsstellen zu wenden.

Das alles ist kein Zufall und wir Frauen* haben nicht einfach nur Pech gehabt. Wir leben in einem kapitalistischen System, in dem der Profit im Mittelpunkt steht und nicht die Menschen, und in einem patriarchalen System, in dem die Männer mehr Rechte, Einfluss und Macht besitzen. Wir wenden uns entschieden gegen falsche Rollenbilder, haarsträubende Vorurteile, Ausbeutung und Unterdrückung. Ständig wird erzählt wir seien schwächer, unzuverlässiger, ungebildeter. Jetzt mal ganz ehrlich: Warum sind wir Frauen* dann diejenigen, die die Krise überall auffangen und alles am Laufen halten?!

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Kundgebung für ZeroCovid

Mittwoch, 10. März 2021 17 Uhr Schlossplatz

Die Pandemiebekämpfung ist gescheitert, weil nur das Privatleben immer stärker eingeschränkt wird, während Büros und Produktionsbetriebe weiterlaufen, als wäre nichts gewesen. Der Präsenzunterricht wird fortgesetzt, damit Mama und Papa arbeiten gehen können – aber für Schutzmaßnahmen wie Luftfilter wurde nicht gesorgt. Wir sind gegen diese Politik, die Profite vor Gesundheit stellt. Wir fordern einen Shutdown in Schulen, Unis und in der Wirtschaft – bei 100% Lohnfortzahlung durch die Unternehmen, und kontrolliert und überwacht von den Betroffenen selbst. Wir wollen einen solidarischen, energischen und zeitlich begrenzten europaweiten Shutdown, um die Pandemie endlich in den Griff zu bekommen!

Mehr unter: https://zero-covid.org

 

Kämpferischer Auftakt in der Metall-Tarifrunde

Die Metall-Tarifrunde nimmt Fahrt auf. Am 11. Februar fanden 2 kämpferische Aktionen statt – eine vor dem Mercedes-Benz Werk Untertürkheim mit ca. 250 Vertrauensleuten und eine in Feuerbach mit rund 500-600 Beschäftigte von Bosch, Coperion, KBA MetalPrint und Mahle Behr. Bei beiden Aktionen wurden die Angriffe der jeweiligen Konzernvorstände auf Arbeitsplätze und betriebliche Standards gut verbunden mit den tariflichen Forderungen der zur Zeit laufenden Tarifrunde.

Vom Stuttgarter Krisenbündnis überbrachte Norbert Heckl unseren Solidaritätsgruß.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es war in den Reden schon viel von Solidarität zu hören, ich möchte Euch im Namen des Stuttgarter Krisenbündnisses und des DGB-Stadtverbands solidarische Grüße überbringen und Euch in Eurem Kampf bestärken.

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Mindest-Kurzarbeitergeld jetzt!

Seit Wochen sind sie wieder geschlossen: Friseure, Kinos, Hotels, Cafés, Restaurants, Geschäfte im Einzelhandel und viele mehr. Hunderttausende Kolleg*innen sind von den Schließungen betroffen und in Kurzarbeit. Seit drei Monaten müssen sie mit 60 Prozent (67 Prozent mit Kindern) oder 70 Prozent (bzw. 77 Prozent) ihres ohnehin schon sehr niedrigen Einkommens auskommen. Oft reicht das Geld vorne und hinten nicht, ohne eigenes Verschulden geraten diese Menschen in existenzgefährdende Notlagen.

Unsere Kolleg*innen brauchen in dieser dramatischen Situation dringend Unterstützung. Zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert ver.di deshalb in einem offenen Brief an die Regierung ein branchenunabhängiges Mindest-Kurzarbeitergeld in einer Höhe von 1.200 Euro, angelehnt an den gesetzlichen Mindestlohn.

Du kannst dich uns anschließen und unsere Petition dazu hier unterzeichnen.

https://www.verdi.de/themen/corona/mindestkurzarbeitergeld

Helfen wir, die 100.000 TeilnehmerInnen voll zu bekommen!

Unter dem Link findet ihr auch den Offenen Brief an die Politik.