Zero-Covid-Demo in Stuttgart:
Teilnehmer treten für konsequenteren Lockdown ein

Bericht aus der Stuttgarter Zeitung vom 10. März 2021
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zero-covid-demo-in-stuttgart-teilnehmer-treten-fuer-konsequenteren-lockdown-ein.a4500b8a-b7f6-4ee8-8167-ad7da96b32f7.html

Die Stuttgarter Basisgruppe der Initiative Zero Covid hat am Mittwoch zu einer Kundgebung aufgerufen. Die Aktivisten traten auf dem Schlossplatz für einen konsequenteren Lockdown ein.

Stuttgart – „Nicht auf unserem Rücken. Wir zahlen nicht für die Krise“, steht auf einem Banner, das Teilnehmer der Kundgebung ausgerollt haben, zu der die Stuttgarter Basisgruppe der Initiative Zero Covid für Mittwochnachmittag aufgerufen hat. Rund 40 Aktive und Interessierte haben sich auf dem Schlossplatz versammelt.

weiterlesen

Knapp 2.000 Menschen bei Demo zum Internationalen Frauentag

An einer Demonstration zum Internationalen Frauentag in Stuttgart haben sich am 8. März knapp 2.000 Menschen beteiligt. Sie folgten einem Aufruf des Aktionsbündnis 8. März unter dem Motto „Die Krise heißt Kapitalismus und Patriarchat. Deshalb feministisch kämpfen“, zu der auch der DGB Stadtverband Stuttgart und der DGB-Frauenausschuss Stuttgart anläßlich des 110. Geburtstages des Internationalen Frauentags aufgerufen hatte. Es war die größte Demonstration am Internationalen Frauentag seit vielen Jahrzehnten.

weiterlesen

8.März: Die Krise heißt Kapitalismus und Patriarchat.
Deshalb feministisch kämpfen!

Demonstration am internationalen Frauen*kampftag:
8. März 2021 | 17 Uhr | Rotebühlplatz

Wir Frauen* fangen diese Krise auf und halten die Gesellschaft am Laufen. Unsere Arbeit ist „systemrelevant“ – egal ob in typischen „Frauen*berufen“ oder zuhause.

Doch wir bekommen nichts dafür: Geringere Löhne, wenig Gesundheitsschutz, kaum Anerkennung. Immer noch hängt 80 Prozent der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit an uns. Im Lockdown müssen wir Homeschooling, Haushalt, Kindererziehung, Pflege von Familienangehörigen und Homeoffice managen. Zusätzlich sind viele von uns auch noch patriarchaler Gewalt ausgesetzt. Häusliche Gewalt nimmt durch die Corona-Maßnahmen zu, weil wir weniger Möglichkeiten haben unser Zuhause zu verlassen und uns an Vertrauenspersonen oder Beratungsstellen zu wenden.

Das alles ist kein Zufall und wir Frauen* haben nicht einfach nur Pech gehabt. Wir leben in einem kapitalistischen System, in dem der Profit im Mittelpunkt steht und nicht die Menschen, und in einem patriarchalen System, in dem die Männer mehr Rechte, Einfluss und Macht besitzen. Wir wenden uns entschieden gegen falsche Rollenbilder, haarsträubende Vorurteile, Ausbeutung und Unterdrückung. Ständig wird erzählt wir seien schwächer, unzuverlässiger, ungebildeter. Jetzt mal ganz ehrlich: Warum sind wir Frauen* dann diejenigen, die die Krise überall auffangen und alles am Laufen halten?!

weiterlesen

Kundgebung für ZeroCovid

Mittwoch, 10. März 2021 17 Uhr Schlossplatz

Die Pandemiebekämpfung ist gescheitert, weil nur das Privatleben immer stärker eingeschränkt wird, während Büros und Produktionsbetriebe weiterlaufen, als wäre nichts gewesen. Der Präsenzunterricht wird fortgesetzt, damit Mama und Papa arbeiten gehen können – aber für Schutzmaßnahmen wie Luftfilter wurde nicht gesorgt. Wir sind gegen diese Politik, die Profite vor Gesundheit stellt. Wir fordern einen Shutdown in Schulen, Unis und in der Wirtschaft – bei 100% Lohnfortzahlung durch die Unternehmen, und kontrolliert und überwacht von den Betroffenen selbst. Wir wollen einen solidarischen, energischen und zeitlich begrenzten europaweiten Shutdown, um die Pandemie endlich in den Griff zu bekommen!

Mehr unter: https://zero-covid.org

 

Kämpferischer Auftakt in der Metall-Tarifrunde

Die Metall-Tarifrunde nimmt Fahrt auf. Am 11. Februar fanden 2 kämpferische Aktionen statt – eine vor dem Mercedes-Benz Werk Untertürkheim mit ca. 250 Vertrauensleuten und eine in Feuerbach mit rund 500-600 Beschäftigte von Bosch, Coperion, KBA MetalPrint und Mahle Behr. Bei beiden Aktionen wurden die Angriffe der jeweiligen Konzernvorstände auf Arbeitsplätze und betriebliche Standards gut verbunden mit den tariflichen Forderungen der zur Zeit laufenden Tarifrunde.

Vom Stuttgarter Krisenbündnis überbrachte Norbert Heckl unseren Solidaritätsgruß.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es war in den Reden schon viel von Solidarität zu hören, ich möchte Euch im Namen des Stuttgarter Krisenbündnisses und des DGB-Stadtverbands solidarische Grüße überbringen und Euch in Eurem Kampf bestärken.

weiterlesen

Mindest-Kurzarbeitergeld jetzt!

Seit Wochen sind sie wieder geschlossen: Friseure, Kinos, Hotels, Cafés, Restaurants, Geschäfte im Einzelhandel und viele mehr. Hunderttausende Kolleg*innen sind von den Schließungen betroffen und in Kurzarbeit. Seit drei Monaten müssen sie mit 60 Prozent (67 Prozent mit Kindern) oder 70 Prozent (bzw. 77 Prozent) ihres ohnehin schon sehr niedrigen Einkommens auskommen. Oft reicht das Geld vorne und hinten nicht, ohne eigenes Verschulden geraten diese Menschen in existenzgefährdende Notlagen.

Unsere Kolleg*innen brauchen in dieser dramatischen Situation dringend Unterstützung. Zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert ver.di deshalb in einem offenen Brief an die Regierung ein branchenunabhängiges Mindest-Kurzarbeitergeld in einer Höhe von 1.200 Euro, angelehnt an den gesetzlichen Mindestlohn.

Du kannst dich uns anschließen und unsere Petition dazu hier unterzeichnen.

https://www.verdi.de/themen/corona/mindestkurzarbeitergeld

Helfen wir, die 100.000 TeilnehmerInnen voll zu bekommen!

Unter dem Link findet ihr auch den Offenen Brief an die Politik.

1 Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau:
Erinnerung – Gerechtigkeit – Aufklärung – Konsequenzen!

Gedenk- und Protestkundgebung am 19.2.2021 um 17.00 Uhr auf dem Schlossplatz

Am 19. Februar wird der rassistische Anschlag in einer Shishabar in Hanau ein Jahr her sein. Neun junge Menschen mit Migrationshintergrund hat ein rechter Terrorist aus dem Leben gerissen. Auch ein Jahr nach dem Anschlag gibt es viele Fragen ohne Antworten, keinerlei Aufklärung und Konsequenzen. Vor Kurzem wurde bekannt, dass der Notausgang der Shishabar in Hanau durch polizeiliche Anordnung verriegelt wurde.
Rassistische Angriffe und die Organisierung rechter Gruppierungen innerhalb staatlicher Behörden sind längst keine Einzelfälle mehr. Das vergangene Jahr hat das nochmal verdeutlicht. Kassel, Halle, Hanau (um nur die bekanntesten Fälle zu nennen) machen deutlich, dass die Zeitspanne zwischen den rassistischen Angriffen von Rechten immer kürzer werden.

weiterlesen

#ZeroCovid

#ZeroCovid

Das Ziel heißt Null Infektionen!
Für einen solidarischen europäischen Shutdown

Nach einem Jahr Pandemie sind wir in ganz Europa in einer äußerst kritischen Situation. Tausende Menschen sterben jeden Tag und noch viel mehr erkranken. Das neue Coronavirus breitet sich rasend schnell aus, von Mutationen noch beschleunigt. Die Maßnahmen der Regierungen reichen nicht aus: Sie verlängern die Pandemie, statt sie zu beenden, und gefährden unser Leben.

Die Strategie, die Pandemie zu kontrollieren, ist gescheitert („flatten the curve“). Sie hat das Leben dauerhaft eingeschränkt und dennoch Millionen Infektionen und Zehntausende Tote gebracht. Wir brauchen jetzt einen radikalen Strategiewechsel: kein kontrolliertes Weiterlaufen der Pandemie, sondern ihre Beendigung. Das Ziel darf nicht in 200, 50 oder 25 Neuinfektionen bestehen – es muss Null sein.

Wir brauchen sofort eine gemeinsame Strategie in Europa, um die Pandemie wirksam zu bekämpfen. Mit Impfungen allein ist der Wettlauf gegen die mutierte Virusvariante nicht zu gewinnen – erst recht nicht, wenn die Pandemiebekämpfung weiter aus aktionistischen Einschränkungen der Freizeit ohne Shutdown der Wirtschaft besteht. Wir setzen uns dafür ein, dass die Sars-CoV-2-Infektionen sofort so weit verringert werden, dass jede einzelne Ansteckung wieder nachvollziehbar ist. Das entschlossene Handeln etlicher Länder hat gezeigt, dass es möglich ist, die Verbreitung des Virus zu beenden.

Wir orientieren uns am internationalen Aufruf für die konsequente Eindämmung der Covid-19 Pandemie in Europa, den Wissenschaftler*innen am 19. Dezember 2020 initiiert haben.1 Wir sind allerdings überzeugt, dass die Eindämmung des Sars-CoV-2 Virus nur gelingen kann, wenn alle Maßnahmen gesellschaftlich solidarisch gestaltet werden. Darum fordern wir diese unerlässlichen gesellschaftlichen Maßnahmen:

“#ZeroCovid” weiterlesen

Solidaritätserklärung des Stuttgarter Krisenbündnisses für die Daimler-Kolleginnen und Kollegen

Das Stuttgarter Krisenbündnis solidarisiert sich mit den Beschäftigten bei Daimler gegen die Angriffe des Daimler-Vorstandes. Wir verurteilen die Erpressungen, den Personalabbau, Verlagerungen und den Vertragsbruch auf das Schärfste. In der aktuellen Krise zeigt der Kapitalismus sein hässliches Gesicht besonders deutlich. Nicht nur bei Daimler, auch in vielen anderen Betrieben gibt es ähnliche Angriffe auf die Belegschaften. Es sind Angriffe auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen, denen wir uns gemeinsam entgegenstellen müssen, wenn wir verhindern wollen, dass die Lasten der Krise auf unseren Rücken abgeladen werden. Deshalb haben wir im Mai das Krisenbündnis gegründet und seitdem auch einige Kundgebungen, Demos und Aktionen organisiert.

“Solidaritätserklärung des Stuttgarter Krisenbündnisses für die Daimler-Kolleginnen und Kollegen” weiterlesen

Flyer: Ihre Krise – nicht auf unserem Rücken!

Wir haben uns im “Stuttgarter Krisenbündnis” zusammengeschlossen, weil wir nicht wollen, dass die kapitalistische Wirtschaftskrise, die durch die Corona-Pandemie verschärft wurde, auf unserem Rücken ausgetragen wird:

Die Kosten der Krise müssen die Reichen, Konzerne und Banken tragen, die jahrelang von Privatisierung, Sozialabbau, Niedriglöhnen und einer ungerechten Steuerpolitik profitiert haben.

Wir wollen auch nicht zurück zum Zustand vor der Pandemie.

Wir wollen, dass Konsequenzen aus der Krise gezogen werden.

Gemeinsam setzen wir uns ein für eine solidarische, menschenwürdigere Zukunft in einer intakten Umwelt.

Gemeinsam treten wir ein für grundsätzliche Veränderungen in Wirtschaft und Gesell-schaft.

Wir – das sind Gruppen, Organisationen und Parteien aus gewerkschaftlichen, linken, antifaschistischen, künstlerischen, ökologischen, migrantischen und Jugend-Bereichen.

neuer Flyer des Stuttgarter Krisenbündnisses

https://krisenbuendnis-stuttgart.org/wp-content/uploads/2021/01/Flyer-Krisenbuendnis-Dez-2020.pdf