Kundgebung am 30. September


Kundgebung am Mittwoch, 30. September um 16:00 Uhr
Beim Haupteingang des Katharinenhospitals mit Cuno Hägele und der Marbacher Songgruppe

für die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern:

  • MEHR EINKOMMEN !
  • MEHR FREIZEIT !
  • MEHR PERSONAL !

Bessere Arbeitsbedingungen für Klinikbeschäftigte heißt bessere Krankenversorgung! Die Beschäftigten in den Krankenhäusern brauchen mehr als unseren Beifall, sie brauchen Rückenwind von uns in den laufenden Tarifauseinandersetzungen!

Natürlich mit Mund-Nasen-Schutz und 1,5m Abstand wegen Corona!

 

Aufruf

12% der Corona-Infizierten kommen aus Medizin und Pflege! Das sind ca. 30 000. Laut RKI im Juli 2020, d.h die Gefahr, sich mit Sars-COV-2 anzustecken, ist bei Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, doppelt so hoch, wie bei allen anderen!

ANERKENNUNG MUß SICH AUSZAHLEN, -ERST DIE EIGENE GESUNDHEIT AUFS SPIEL SETZEN, DAMIT ALLE GUT DURCH DIE KRISE KOMMEN UND DANN AUCH NOCH UM ANGEMESSENE TARIFERHÖHUNG BETTELN MÜSSEN? IST DAS DER CORONA-HELDEN WÜRDIG? CHINA HAT DEN BESCHÄFTIGTEN IN CORONAKRANKENHÄUSERN NICHT NUR DIE VERGÜTUNG VERDOPPELT, SONDERN AUCH DIE ARBEITSZEIT AUF 6 STUNDEN REDUZIERT – WAS SOWOHL DER PERSONAL- ALS AUCH DER PATIENTENGESUNDHEIT ZUGUTE GEKOMMEN IST. ES GEHT UM MEHR ALS EIN ALMOSEN, ES GEHT UM DAUERHAFTE BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN, UM MEHR GELD, MEHR FREIZEIT UND MEHR PERSONAL, DAMIT SICH MEHR MENSCHEN FÜR DIE ARBEIT IN UNSEREN KRANKENHÄUSERN INTERESSIEREN, DAMIT MEHR AUSZUBILDENDE FÜR PFLEGEBERUFE GEWONNEN WERDEN KÖNNEN, MUß DIE DIESJÄHRIGE TARIFRUNDE IM ÖFFENTLICHEN DIENST FÜR 4,8% MEHR GELD, FÜR KÜRZERE ARBEITSZEITEN EIN ERFOLG WERDEN! SCHON VOR CORONA HABEN ÜBER 160 000 ARBEITSKRÄFTE IN DEN KLINIKEN GEFEHLT UND DIE GEFAHR BESTEHT, DASS NACH DEN ZUM TEIL BITTEREN ERFAHRUNGEN IN DIESEM JAHR NOCH MEHR PERSONAL ABWANDERT, DIE VERSORGUNG IN DEN KLINIKEN NOCH MEHR LEIDET. DAS TRIFFT DANN VIELLEICHT UNS UND UNSERE ANGEHÖRIGEN…

DESHALB WOLLEN WIR, das BÜNDNIS „MEHR PERSONAL FÜR UNSERE KRANKENHÄUSER UND PFLEGEEINRICHTUNGEN“ ZUSAMMEN MIT DEM ver.di-Ortsverein STUTTGART DIE KLINIKBESCHÄFTIGTEN UNTERSTÜTZEN!

Die Weigerung der Länder, die Krankenhäuser mit den tatsächlich erforderlichen Investitionsmitteln auszustatten, und die restriktive Vergütung der Kosten, die bei der Patientenversorgung aufgewandt werden müssen, über DRGs – das alles hat viele Kliniken in die roten Zahlen und in die Portfolios der privaten Klinikkonzerne getrieben. Zu geringe Bezahlung angesichts der Belastung durch Arbeitszeiten in Nacht und Schichtdiensten, die enorme körperliche und mentale Herausforderung insbesondere im Pflegedienst hat viele Klinikbeschäftigte geradezu in die Flucht geschlagen. Die halbherzigen Massnahmen von BM Spahn haben bis jetzt die Personalnot in der Patientenversorgung nicht lindern können.

Nötig ist endlich eine drastische Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Erhöhung der Vergütungen bei gleichzeitiger Reduzierung der regulären Wochenarbeitszeit Nötig ist eine verbindliche gesetzliche Personalbemessung, z.B. das umgehende Inkraftsetzen der PPR 2.0! Nötig ist, alle Berufsgruppen dauerhaft aus den DRGs herauszunehmen, ja die Abrechnung der Krankenhausbetriebskosten über Fallpauschalen, DRGs, ganz abzuschaffen zugunsten einer Vergütung aller erforderlichen Ausgaben für die Patientenversorgung. Allerdings dürfen unsere Krankenkassenbeiträge nicht zum Erwirtschaften von Konzernprofiten missbraucht werden.“

„Der Mensch kann keine Ware sein, und auch die menschliche Gesundheit kann keine Ware sein, denn Gesundheit zu verkaufen, mit ihr zu handeln und von ihr zu profitieren, ist wie Sklaven verkaufen, mit ihnen zu handeln und von ihnen zu profitieren“ (Fidel Castro)

Danke an alle die am 18. Juli gemeinsam mit uns auf der Straße waren!

Die Tage veröffentlichen wir noch einen Bericht zur Demonstration. An dieser Stelle schon einmal die bisher veröffentlichten Berichte und Artikel in der Zeitung:

Stuttgarter Nachrichten

Bericht und Fotos von Solidarität und Klassenkampf

Bericht und Fotos vom Aktionsbündnis 8. März

Demoprogramm

  • Ariane Raad, Gewerkschaftssekretärin, ver.di Bezirk Stuttgart
  • Lucia Parbel & Niels Siethoff, Fridays for Future Stuttgart
  • Initiative „Solidarität & Klassenkampf“
  • Beschäftigte aus dem Klinikum Stuttgart
  • Rex Osa, Aktivist, Refugees 4 Refugees

+ musikalische Begleitung am Ende der Demonstration

Hinweis: Kundgebung vor der Demonstration

Kurz vor der Bündnisdemonstration um 14.00 Uhr findet ebenfalls am Samstag, den 18. Juli um FÜNF VOR ZWÖLF (11:55) eine Kundgebung von u.a. ver.di Stuttgart gegen die Schließung von Karstadt Sports Stuttgart statt. Kundgebungsort ist der Platz zwischen Hirschstraße/Breite Straße.

Hinweis: Kundgebung nach der Demonstration

Kundgebung, Samstag 18. Juli 2020, 17.00 Uhr,
Eingang US-AFRICOM, Stuttgart-Möhringen, Plieningerstr. 289
US-AFRICOM und US-EUCOM schließen!
Militär weltweit abrüsten für globale Gesundheit und Entwicklung!
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